BIBB-Präsident Esser fordert neues Leitprinzip für die Berufsbildung
BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser fordert in einem Beitrag für Bildung.Table ein neues Leitprinzip für die berufliche Bildung.
Bisher sei das Berufsbildungssystem auf Stabilität ausgerichtet – dieses Prinzip müsse nun durch eine resiliente, lernfähige Steuerung ersetzt werden, die es ermögliche, Veränderungen kontinuierlich zu erfassen und zeitnah in Ordnungspolitik und Förderinstrumente zu übersetzen. Deutschland steht aus Sicht des BIBB-Präsidenten an einem bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Wendepunkt: "Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und eine technologische Dynamik, die Lehr-, Lern- und Arbeitsprozesse in rasanter Geschwindigkeit verändern, treffen auf ein Berufsbildungssystem, das in zentralen Teilen noch immer auf Stabilität und Planbarkeit ausgerichtet ist." Gleichzeitig bleibe ein wachsender Teil der jungen Generation abgehängt. Rund drei Millionen Erwachsene unter 35 Jahren verfügten über keinen Berufsabschluss, etwa 250.000 Jugendliche verharrten im Übergangssystem zwischen Schule und Ausbildung. "Unter diesen Bedingungen ist ein 'Weiter so' keine Option für unser Land", so Esser.
Weitere Informationen: https://www.ueberaus.de/wws/9.php#/wws/resilienz-statt-stabilitaet.php?sid=17915196551015629928167696429571178130298426103770707277324062406980
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)